Dieses Motto leitet uns! Die naturkundlichen Arbeitsgemeinschaften des Sibylla-Merian-Gymnasiums Meinersen "(Avi-)Faunistik" und "Naturgucken macht Spaß" sollen dazu beitragen eine solide Kenntnis von einheimischen Tierarten zu erlangen und einen verantwortungs- und respektvollen Umgang mit der Natur zu erlernen. Langfristig ermöglicht die Kenntnis verschiedener Arten gezielte Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um wieder mehr Tiere an unsere Schule, das Sibylla-Merian Gymnasium in Meinersen, zu locken.

 

Praktisch bedeutet dies viele Exkursionen in die Natur, wo wir  lernen Tiere zu beobachten und zu bestimmen. Wir werden unsere Beobachtungsdaten regelmäßig hier und auf der Plattform naturgucker.de veröffentlichen, so dass sie für jedermann zugänglich sind. All dies wird dazu beitragen mehr über uns und unsere Umwelt zu erfahren und letztlich einen Lebensraum Schule zu schaffen.


Aktuelles im Schuljahr 2025/26

Unser Projektbeitrag zum ZAP!2026

Mit Minidrachen zum Zoo-Artenschutzpreis des Erlebnis-Zoos Hannover

Das Projekt in Kurzform


Der Minidrachenland-Song


Zauneidechsen - Wo sind sie überhaupt?

Zauneidechsenmonitoring

Um zu schauen, ob unsere Bemühungen rund um die Minidrachen erfolgreich sind, müssen wir Zauneidechsenbeobachtungen sammeln. Die gezielte und regelmäßige Beobachtung bestimmter Tier- oder Pflanzenarten nennen Experten Monitoring.

Einfach ausgedrück: Monitoring heißt: Wir schauen immer wieder genau hin, zählen oder notieren etwas und vergleichen später, ob es mehr, weniger oder anders geworden ist. Wenn Kinder jede Woche nachschauen, ob auf einer Wiese Eidechsen zu sehen sind, und aufschreiben, wie viele sie entdecken, dann machen sie Monitoring.

Zauneidechsenmännchen
Zauneidechsenmännchen



Was wir hier gebaut?

Naturgucker nehmen weiteres Strukturelement im Minidrachenland in Angriff

Leiferde Februar/März 2026

 

Heckenpflanzung, Obstbäume und eine Asttriste - das sind die bisherigen Kleinbiotope, die unser Minidrachenland bereichern. Nun haben sich die Naturgucker aus Leiferde erneut mit Spaten bewaffnet und ein großes Loch ausgehoben. Aber wofür nur?

Soviel können wir verraten, bei dem Erdloch wird es nicht bleiben. Und natürlich wird es wieder ein kleiner Lebensraum für unsere Zauneidechsen. Schaut also ab und an mal hier vorbei und verfolgt die weitere Entwicklung :-)

Die Auflösung - ein Wurzelstocksandhaufen :-)

Am Mittwoch den 29. April 2026 war es nun soweit. Dank der Unterstützung durch die Kreis-straßenmeisterei des Landkreises Gifhorn konnten die großen und schweren Wurzelstöcke von Meinersen nach Leiferde transporttiert werden. Unser Dank gilt dabei dem Fahrer Mario, der wirklich tolle Arbeit geleistet hat. Was aber sind Wurzelstöcke und wozu dienen diese?

Wurzelstöcke oder anderes grobes Totholz und Sand sind eine ideale Kombination für die Zauneidechse. Solche Haufen dienen ihr als Versteck- und Sonnenplatz. Ebenso als Eiablageplatz.

Unsere Wurzelstöcke stammen aus der Baumaßnahme des Multifunktionsraums am Schulstandort in Meinersen. Im Minidrachenland dienen uns diese Wurzelstöcke nun als weiteres Strukturelement, um die bisher eher eintönige Mähwiese weiter aufzuwerten.

"Minidrachen" nicht nur in Leiferde!

Da bei der Baumaßnahme des Multifunktionsraums mehrere Wurzelstöcke angefallen sind, konnten wir mit den AG-Teilnehmenden auch unsere Streuobstwiese am Schulstandort in Meinersen mit Wurzelstocksandhaufen aufgewerten. Auf der Fläche kommen nämlich auch "Minidrachen" vor und zwar Waldeidechsen.

 

Waldeidechsen sind in Deutschland etwas häufiger beziehungsweise flächendeckender verbreitet, weil sie weniger anspruchsvoll sind als Zauneidechsen.

Die Waldeidechse kommt mit kühleren und feuchteren Lebensräumen gut zurecht: Waldränder, Lichtungen, Moore, Heiden, Grasfluren, Böschungen, Totholzbereiche und sogar Mittelgebirge passen zu ihr. 

Ein großer Vorteil ist ihre Fortpflanzung: Die Waldeidechse ist bei uns lebendgebärend. Die Jungtiere entwickeln sich im Körper des Weibchens, sodass das Weibchen mit der Sonne „mitwandern“ kann. Dadurch ist die Art nicht so stark auf warme, lockere Eiablageplätze im Boden angewiesen. Das hilft ihr besonders in kühleren Regionen.

Die Zauneidechse braucht dagegen ein ziemlich genaues Lebensraum-Mosaik: warme, offene Sonnenplätze, Verstecke, spärlich bewachsene Bereiche und lockeren, gut wasserdurchlässigen Boden zur Eiablage. Gerade im Norddeutschen Tiefland ist sie eng an geeignete Sandböden und wärmebegünstigte Standorte gebunden.

Dazu kommt: Viele typische Zauneidechsen-Lebensräume verschwinden oder verschlechtern sich durch intensive Landwirtschaft, Bebauung, Aufforstung, zu häufiges Mähen, das Entfernen von Totholz/Steinhaufen oder das Zuwachsen offener Flächen. Dieser Flächenverlust und den Verlust kleinräumig gegliederter Lebensräume gilt als wichtige Gefährdungsursachen der Zauneidechse.

 

Kurz gesagt:

Die Waldeidechse ist der flexiblere „Allrounder“ für kühlere, feuchtere und stärker bewachsene Lebensräume. Die Zauneidechse ist stärker auf warme, trockene, strukturreiche Sonderstandorte mit Eiablageplätzen angewiesen - und genau diese Lebensräume sind vielerorts seltener geworden. Genau daher braucht es mehr Projekte wie unser Minidrachenland!


Weiteres Kleinbiotop im Minidrachenland entstanden :-)

Wir haben eine "Asttriste" gebaut!

Leiferde, Dezember 2025

Während dreier unserer AG-Treffen haben wir gemeinsam am Bau einer "Asttriste" gearbeitet. Aber was ist das überhaupt?

 

Eine Asttriste ist eine stabil gebaute Struktur aus Ästen, die an einem Hang oder an einer Böschung angelegt wird, um das Abkippen des Materials zu verhindern und Unterschlüpfe für Tiere zu schaffen. Sie ist eine ordentliche und stabile Variante eines einfachen Asthaufens, da sie mit Pfosten oder anderen Stützen im Boden fixiert ist, was sie besonders für steile Lagen geeignet macht.

 

Zunächst haben wir drei etwa 80 cm tiefe Löcher gebuddelt. Dort hinein kamen drei Weidenstämme, die wir anschließend reichlich gewässert haben. Aus den frischen Stämmen sollen sich kleine Kopfweiden entwickeln, die die Asttriste langfristig stabilisieren. Weiterhin mussten wir für unser kleines Projekt reichlich Totholz sammeln und auf die richtige Länge schneiden. Zum Nachmachen folgen nun noch weitere Informationen rund um die "Asttriste".

 

Merkmale und Aufbau

 

Struktur:

Sie wird durch das Aufschichten von Ästen und Totholz in einem abgegrenzten Bereich geschaffen, der durch Pfosten oder andere feste Stützen stabilisiert wird.

Standort:

Idealerweise an einem sonnigen Platz, auch an Böschungen oder Hängen, da sie dort weniger zum Abkippen neigt als ein einfacher Asthaufen.

Material:

Neben Ästen und Zweigen können auch Laub, Reisig, Schnittgut und Wurzelstöcke verwendet werden, um Zwischenlagen und zusätzliche Verstecke zu schaffen.

 

Vorteile

 

Tierfreundlich:

Bietet zahlreichen Tieren wie Insekten, Reptilien (z. B. Zauneidechsen, Blindschleichen), Igeln, Spitzmäusen und Vögeln Unterschlupf, Nistmöglichkeiten und Winterquartiere.

Stabilität:

Im Gegensatz zu einem einfachen Asthaufen ist die Asttriste durch die Pfosten gesichert und verrutscht nicht so leicht, was sie für Böschungen und beengte Verhältnisse geeignet macht.

Ästhetik:

Wirkt oft ordentlicher und kann durch die fantasievolle Anordnung der Holzschichten zu einem Blickfang im Garten werden.

Biodiversitätsförderung:

Trägt zur Förderung der Artenvielfalt im Siedlungsraum bei. 

Download
Bauanleitung_Asttriste.pdf
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Auf der Schweizer Seite https://www.garten-vielfalt.ch der Albert-Koechlin Stiftung gibt es weiterführende Informationen und das nicht nur zum Thema Asttriste.



Pflanzaktion im „Minidrachenland“

Gemeinsam für Naturschutz vor der eigenen Haustür

Am Samstag, den 15. November 2025, fand die erste große Pflanzaktion unseres Schulprojekts „Minidrachenland“ statt – und das trotz teilweise starken Regens. Mehr als 40 Eltern und Schülerinnen und Schüler der naturkundlichen AGs kamen am Morgen zusammen, um die neuen Schulflächen in Leiferde naturnah zu gestalten.

 

Was wurde geschafft?

In knapp zwei Stunden Arbeit wurden

  • 70 heimische Sträucher gesetzt,
  • 3 junge Obstbäume gepflanzt und
  • rund 100 Meter Wildschutzzaun aufgebaut.

Dank der großartigen Teamarbeit und der hohen Motivation aller Beteiligten waren wir sogar schon um 11:15 Uhr fertig – deutlich früher als geplant. Zum Abschluss gab es ein gemeinsames Frühstück, das uns nach der Arbeit im Regen besonders verdient schmeckte.

 

Besuch aus dem Rathaus

Wir freuten uns sehr über den Besuch der Bürgermeisterin der Gemeinde Leiferde, Frau Fahlbusch-Graber, die sich direkt vor Ort ein Bild von unserem Projekt gemacht hat und die Bedeutung solcher schulischen Naturschutzinitiativen hervorhob.

 

Worum geht es im Projekt?

Das Minidrachenland soll ein Lebensraum für Zauneidechsen und andere Tier- und Pflanzenarten des Offenlands werden. Gleichzeitig entsteht ein langfristiger Lernort für unsere Schülerinnen und Schüler, an dem ökologische Prozesse beobachtet, dokumentiert und praktisch begleitet werden können. Die Flächen wurden uns von der Gemeinde Leiferde und der Samtgemeinde Meinersen zur Nutzung überlassen.

 

Unterstützung durch unsere Förderer

Die Pflanzaktion wurde ermöglicht durch

  • die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung,
  • und den Förderverein des Sibylla-Merian-Gymnasiums,

die beide das Projekt finanziell unterstützen. Ihnen gilt unser besonderer Dank!

 

Eine Aktion mit Vorbildcharakter

„Unsere Schülerinnen und Schüler erleben hier unmittelbar, was Naturschutz bedeutet. Sie gestalten Lebensräume aktiv mit und übernehmen Verantwortung – das ist unbezahlbar“, sagt Florian Preusse (Dipl.-Biol.), unser Projektleiter und Leiter der naturkundlichen AGs.

 

Wir freuen uns schon auf die nächsten Schritte im Minidrachenland – und darauf, wie die neu gestalteten Flächen in den kommenden Jahren wachsen und sich entwickeln werden. 

 

Aller Zeitung vom 25.11.2025
Aller Zeitung vom 25.11.2025

Seltene Wintergäste in Leiferde

Zweite Beobachtung der "Pestvögel" für Leiferde

Leiferde Februar 2026

 

Seidenschwänze gehören ohne Frage zu den schönsten winterlichen Vogelbeobachtungen. Das Glück die Tiere beobachten zu können ist uns aber nicht in jedem Jahr vergönnt.

Seidenschwänze leben vorzugsweise in der nördlichen Taiga und lassen sich nur in sehr strengen Wintern bei uns blicken. Dann kann es aber zu Masseneinflügen kommen, so dass man die Tiere an verschiedenen Stellen beobachten kann. Früher konnte man sich das plötzliche und unregelmäßige Auftreten der Vögel nicht so recht erklären. Sie galten daher als Unglücksbringer, die das Auftreten der Pest ankündigen.

Dies war zu letzt im Jahr 2017 der Fall, wo wir ebenfalls einen Gruppe auf unserem Schulgelände bewundern konnten.

In diesem Jahr war es auch den Naturguckern im Rahmen einer AG-Sitzung am 25.02. vergönnt die kleine Gruppe, bestehend aus sechs Vögeln, beim Verspeisen von Beeren des Schneeballs beobachten zu können.

In Leiferde gab es bereits Anfang Februar (02.02.) die Beobachtung einer Gruppe von 18 Seidenschwänzen und am Schnuppernachmittag (23.02.) ließen sich kurzfristig 12 Vögel blicken. Und auch im Landkreis Celle zeigten sich Seidenschwänze in diesem Jahr über einen längeren Zeitraum, wie sogar der NDR berichtete.




Faszinierende Pflanzensamen

Meinersen, Oktober 2025

Pflanzensamen werden auf ganz unter-schiedliche Art und Weise verbreitet. Mal ist es der Wind, der die Samen verpustet, mal sind es Tiere, die die Samen fressen oder in deren Fell sie hängen bleiben.

Ein Samen, der sich gut im Tierfell verhakt kann aber nur schlecht fliegen und umgekehrt. Wir haben uns daher Pflanzensamen unter dem Binokular genauer angeschaut und waren fasziniert von der Formenvielfalt.

Im Anschluss haben wir die Blühvielfalt auf unsere Streuobstwiese angereichtert. Das Ganze natürlich nur mit heimischen Pflanzenarten. Mal schauen aus welchem Samen im nächsten Jahr eine Pflanze erwächst.


Ein Igelhaus bauen

Eine Anleitung für einen gemütlichen Winterunterschlupf

Materialien:

Ziegel-/Pflastersteine, trockenes Laub, großes Holzbrett und Dachpappe oder Terrassenplatte, Reisig.

 

Standortwahl:

Ruhiger, geschützter Platz im Garten, möglichst ohne direkte Sonne oder starken Regen/Schnee. Bei Lehmboden: Kies-Sand-Schicht als Drainage auf dem Boden aufbringen.

 

Grundriss erstellen:

Umriss des Hauses mit Ziegel- oder Pflastersteinen legen. Innenfläche: ca. 30 x 30 cm. Eingang verwinkelt anlegen, um Schutz vor anderen Tieren zu bieten.

 

Wände bauen

Zwei weitere Reihen Ziegel- oder Pflastersteine aufsetzen. Stabilität sicherstellen, damit die Konstruktion nicht einstürzt.Eingangsgröße: ca. 10–15 cm Breite und Höhe.

 

Inneneinrichtung

Den Innenraum mit trockenem Laub auspolstern, damit der Igel es gemütlich hat.

 

Dach gestalten

Dach aus einem großen Holzbrett (oder mehreren kleineren) erstellen. Dachpappe auf das Holzbrett spannen und befestigen (Reißnägel verwenden).Überstand für Tropfkante einplanen, Ecken einschneiden. Dach mit Steinen beschweren oder alternativ Terrassenplatten verwenden.

 

Zusätzliche Tipps

  • Reisig um das Haus herumlegen, um zusätzliche Isolation zu bieten.
  • Im Schlafhaus kein Futter anbieten. Dafür sollte ein separates Futterhaus mit zwei Eingängen zur Verfügung gestellt werden.
  • Insgesamt hilft dem Igel eine naturnahe und abwechslungsreiche Gartengestaltung am meisten. Wichtige Elemente sind z.B.

- Wildstrauchhecke- Totholzhecke

- Gartenteich

- Laub- und Totholzhaufen

- Steinhaufen

- Komposthaufen

- Gärtnern ohne Gift (z.B. kein Schneckenkorn verwenden)

- Herbstlaub nicht vollständig entfernen. Igel nutzten es als Baumaterial.

- Kellerschächte, Regentonnen etc. absichern

Igel haben zudem große Reviere und nutzen zur Nahrungssuche viele Gärten. Diese müssen aber zugänglich und nicht durch z.B. Doppelstabmaatenzäune nahezu undurchlässig sein.


IgelhäuserBauenÜben :-)

Leiferde, Oktober 2025

Ein Igelhaus aus Pflastersteinen zu bauen erscheint auf den ersten Blick recht einfach zu sein, es gibt aber durchaus ein paar Dinge zu beachten. Dies haben die Naturgucker in Leiferde zum Anlass genommen, um das Bauen von Igelhäuser zu üben :-)


Igeln im Garten helfen - so geht´s :-)

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Astlaubhaufen
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Bahn frei
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Igelfreundlicher Garten
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Gefahren vermeiden
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